Sunday, 6. April 2008
Die Lösung des Brainteasers
Hier die Lösung des Brainteasers von vor zwei wochen
So sehen die Chancen von Andreas aus
-Im Duell mit Bastian - die Wahrscheinlichkeit von 1/2, dass Andreas als erster schießt, wass in seinem Fall (100% Treffgenauigkeit) den Gewinn bedeutet. Mit der Wahrscheinlichkeit von 1/2 wird aber Bastian schießen und dann hat Andreas nur 1/5 Gewinnchancen.
-In dem Duell mit Christian die Wahrscheinlichkeit des ersten Schusses und des schnellen Gewinns beträgt natürlich auch 1/2, 50% Chancen für den ersten Schuss hat auch Christian, der aber mit der Wahrscheinlichkeit von 1/2 danebenschießen wird
Die Wahrscheinlichkeit Andreas' Überlebens beträgt
[1/2+(1/2*1/5)]*[1/2+(1/2*1/2)]=3/5*3/4=3/10
Bastians Chancen
- im Duell mit Andreas die Wahrscheinlichkeit des ersten Schusses, der in 80% (8/10) der Fälle den Ziel erreicht beträgt 1/2, wenn aber als erster Andreas schießen wird, verliert Bastian mit 100-Prozentiger Wahrscheinlichkeit
Das ergibt:
(1/2*4/5) = 2/5
-wenn es aber zum Duell mit Christian kommt, wieder die Wahrscheinlichkeit des ersten Schusses 1/2, 80% Treffschancen. Wenn Bastian daneben schießt, schießt Christian und hat 50% Chancen. Und umgekehrt, wenn Christian als erster schießt. Es wird abwechseld geschoßen, bis einer trifft:
(1/2*4/5)+(1/2*1/5*1/2*4/5)... etc. =4/10+4/100+4/1000 was gleich 0,444(4), also 4/9 ist.
Bastians Chancen sehen also folgend aus
2/5*4/9 = 8/45
Und noch Christians Chancen
Weil einer überleben muss, um Christians Chancen zu berechnen, reicht es von 1 die chancen von Andreas und Bastian zu substrahieren.
1- 3/10 - 8/45 = 47/90
Die Wahrscheinlichkeit, dass Christian gewinnt ist also höher als 1/2 und viel höher als die seiner Konkurrenten.
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So sehen die Chancen von Andreas aus
-Im Duell mit Bastian - die Wahrscheinlichkeit von 1/2, dass Andreas als erster schießt, wass in seinem Fall (100% Treffgenauigkeit) den Gewinn bedeutet. Mit der Wahrscheinlichkeit von 1/2 wird aber Bastian schießen und dann hat Andreas nur 1/5 Gewinnchancen.
-In dem Duell mit Christian die Wahrscheinlichkeit des ersten Schusses und des schnellen Gewinns beträgt natürlich auch 1/2, 50% Chancen für den ersten Schuss hat auch Christian, der aber mit der Wahrscheinlichkeit von 1/2 danebenschießen wird
Die Wahrscheinlichkeit Andreas' Überlebens beträgt
[1/2+(1/2*1/5)]*[1/2+(1/2*1/2)]=3/5*3/4=3/10
Bastians Chancen
- im Duell mit Andreas die Wahrscheinlichkeit des ersten Schusses, der in 80% (8/10) der Fälle den Ziel erreicht beträgt 1/2, wenn aber als erster Andreas schießen wird, verliert Bastian mit 100-Prozentiger Wahrscheinlichkeit
Das ergibt:
(1/2*4/5) = 2/5
-wenn es aber zum Duell mit Christian kommt, wieder die Wahrscheinlichkeit des ersten Schusses 1/2, 80% Treffschancen. Wenn Bastian daneben schießt, schießt Christian und hat 50% Chancen. Und umgekehrt, wenn Christian als erster schießt. Es wird abwechseld geschoßen, bis einer trifft:
(1/2*4/5)+(1/2*1/5*1/2*4/5)... etc. =4/10+4/100+4/1000 was gleich 0,444(4), also 4/9 ist.
Bastians Chancen sehen also folgend aus
2/5*4/9 = 8/45
Und noch Christians Chancen
Weil einer überleben muss, um Christians Chancen zu berechnen, reicht es von 1 die chancen von Andreas und Bastian zu substrahieren.
1- 3/10 - 8/45 = 47/90
Die Wahrscheinlichkeit, dass Christian gewinnt ist also höher als 1/2 und viel höher als die seiner Konkurrenten.
Thursday, 3. April 2008
Jobwechsel
Gestern war der letzte Tag meiner über 1,5-jähriger Arbeit als Country Manager Poland bei studiVZ. Ab dem 15.04 werde ich mich bei restorm.com, einer Plattform, die Musiker, Fans, Konzertveranstalter, Labels und Medien verbindet, um das Community Management kümmern.
Monday, 24. March 2008
Brainteaser - Spieltheorie/Wahrscheinlichkeitsrechnung
Letztens las ich ein Buch von Andrew M. Colman Game Theory & its Applications in Social and Biological Sciences, wo ich einen interessanten Brainteaser fand.
Drei Personen: Andreas, Bastian und Christian wollen einen Streit mit einem Kampf beenden, den nur ein überlebt. Der Los entschied, dass an dem ersten Duell Andreas und Bastian teilnehmen, und der Gewinner mit Christian kämpft. Vor jedem Kampf wird die Reihenfolge der Schüsse durch Münzenwurf entschieden. Wer hat die höchsten Überlebenschancen, wenn Andreas in 100%, Bastian in 80% und Christian in 50% der Fälle trifft?
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Drei Personen: Andreas, Bastian und Christian wollen einen Streit mit einem Kampf beenden, den nur ein überlebt. Der Los entschied, dass an dem ersten Duell Andreas und Bastian teilnehmen, und der Gewinner mit Christian kämpft. Vor jedem Kampf wird die Reihenfolge der Schüsse durch Münzenwurf entschieden. Wer hat die höchsten Überlebenschancen, wenn Andreas in 100%, Bastian in 80% und Christian in 50% der Fälle trifft?
Monday, 10. March 2008
Evolutionäre Spieltheorie
In der nächsten Zeit werde ich mich aus eigenem Willen, unterstützt von der Notwendigkeit eine Schein im Sozialbiologismus-Vertiefungssemniar zu machen, werde ich mich mit der evolutionären Spieltheorie beschäftigen. Womit genau befasst sich dieser Teilgebiet der Spieltheorie? Gegenwärtig wird sie in vielen Sozial- und Wirtschaftswissenschaften angewendet, jedoch ihre Quellen sind in der mathematischen Analyse der biologischen Evolutionsmechanismn zu suchen, die das erste mal in den dreißiger Jahren des XX Jahrhunderts von Ronald Fisher in The Genetic Theory of Natural Selection verwendet (damals existierte zwar solche Wissenschaftsdisziplin wie Spieltheorie noch nicht, jedoch Fishers Denkweise als ihr sehr nahstehend betrachtet werden kann). Mit der Zeit wurde der Begriff der Evolution in diesem Kontext auch auf die kulturelle und gesellschaftliche Evolution erweitert und evolutionäre Spieltheorie wurde zu einem der interessantesten Mechanismen der Modellierung sozialer Systeme. Die evolutionäre Spieltheorie bereicherte auch die traditionelle, eher statische Spieltheorie mit einem dynamischen Element.
Zu den bekanntesten Publikationen zur evolutionären Spieltheorie gehören Evolution and the Theory of Games von John Maynard Smith und The Evolution of Cooperation von Robert Axelrod.
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Zu den bekanntesten Publikationen zur evolutionären Spieltheorie gehören Evolution and the Theory of Games von John Maynard Smith und The Evolution of Cooperation von Robert Axelrod.
Monday, 11. February 2008
Eric Berne "Spiele der Erwachsenen". Eine etwas andere Betrachtung des Spieles
Auf dieses Buch bin ich gestoßen, als ich nach Literatur über Spieltheorie in der polnischen Sprache gesucht habe. Der polnische Titel ist näher dem englichschen Original Games People Play und erschien auch auf der Ergebnisliste der Suche nach Spieltheorie. Als ich anfing dieses Buch zu lesen, habe ich festgestellt, dass es keinen großen Bezug zur Spieltheorie sensu stricte hat. Nicht desto trotz ist die in diesem Buch dargestellte Perzeption des Spieles sehr interessant. Außerdem bin ich der Meinung, dass die von Berne beschriebenen Spiele auch aus dem Spieltheoretischen Sicht analysiert werden können.
Seine Spielanalyse wird Transaktionsanalyse genannt und basiert auf der Unvermeidlichkeit der sozialen Beziehungen. Als "Spiele" werden Verhaltenssequenzen bezeichnet, die hauptsächlich auf der individuellen Programmierung basieren,
Soziale Beziehungen funktionieren oft als Variation des gleichen Spieles. Das Spiel unterscheidet sich von dem Ritual und Unterhaltung vor allem durch Auszahlungen (ein Begriff, der auch der Spieltheorie nicht fremd ist). Jedes Spiel ist per se unfair (in Spieltheorie kann man über solch eine Wertung nicht sprechen). Der Autor betrachtet den Begriff aus dem Sichtpunkt der Sozialpsychiatrie, er interessiert sich vor allem für die Psychodynamik und Schicksal der Spieler. Die Genese der Spielen findet er vor allem in dem Prozess der Sozialisierung. Ihre elementare Funktion ist, kolloquial ausgedrückt, das Leben des Spieles zu vereinfachen. Sie sollen eine gewisse kognitive Faulheit des Menschen kompensieren.
Ähnlich wie in der Spieltheorie, ist die Nutzenoptimalisierung, also Erzeugung einer günstigen Situation für eine möglichst hohe Auszahlung, ein Ziel jedes Spielers.
Die Spiele bei Berne können anhand verschiedenen Faktoren klasifiziert werden: anzahl der Spieler, "Währung", Psychodynamik, Intensität oder Flexibilität. Der Autor unterscheidet z.B. zwischen Lebensspielen, Ehespielen, therapeutischen und sexuellen Spielen. Bemerkenswert ist, dass Berne die Spiele als typisch für Menschen mit psychischen Störungen sieht (also wieder eine Wertung), womit ich sogar nach der Annahme seiner Definition des spieles übereinstimmen kann.
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Seine Spielanalyse wird Transaktionsanalyse genannt und basiert auf der Unvermeidlichkeit der sozialen Beziehungen. Als "Spiele" werden Verhaltenssequenzen bezeichnet, die hauptsächlich auf der individuellen Programmierung basieren,
Serien der verdeckten komplementären Transaktionen, die zu einem bestimmten, vorhersehbaren Ziel führen(S. 37 der polnischen Ausgabe)
Soziale Beziehungen funktionieren oft als Variation des gleichen Spieles. Das Spiel unterscheidet sich von dem Ritual und Unterhaltung vor allem durch Auszahlungen (ein Begriff, der auch der Spieltheorie nicht fremd ist). Jedes Spiel ist per se unfair (in Spieltheorie kann man über solch eine Wertung nicht sprechen). Der Autor betrachtet den Begriff aus dem Sichtpunkt der Sozialpsychiatrie, er interessiert sich vor allem für die Psychodynamik und Schicksal der Spieler. Die Genese der Spielen findet er vor allem in dem Prozess der Sozialisierung. Ihre elementare Funktion ist, kolloquial ausgedrückt, das Leben des Spieles zu vereinfachen. Sie sollen eine gewisse kognitive Faulheit des Menschen kompensieren.
Ähnlich wie in der Spieltheorie, ist die Nutzenoptimalisierung, also Erzeugung einer günstigen Situation für eine möglichst hohe Auszahlung, ein Ziel jedes Spielers.
Die Spiele bei Berne können anhand verschiedenen Faktoren klasifiziert werden: anzahl der Spieler, "Währung", Psychodynamik, Intensität oder Flexibilität. Der Autor unterscheidet z.B. zwischen Lebensspielen, Ehespielen, therapeutischen und sexuellen Spielen. Bemerkenswert ist, dass Berne die Spiele als typisch für Menschen mit psychischen Störungen sieht (also wieder eine Wertung), womit ich sogar nach der Annahme seiner Definition des spieles übereinstimmen kann.
Friday, 8. February 2008
Mein Blog jetzt auch auf Polnisch
Seit heute betreibe ich auch einen polnischen Blog unter meiner Domain. Im moment sind die Blogs noch ziemlich verschieden (weil ich dort die Einträge aus meinem alten Blog importiert habe), mein Ziel ist aber eigentlich zwei Sprachversionen des ungefähr gleichen Blogs zu haben.
Monday, 4. February 2008
Gefunden im Netz
http://blog.myonid.de/index.php/2008/01/04/klimawandel-anerkennung-als-motivation/
Ein interessanter Beispiel der Anwendung der spieltheoretischen Analyse (eine Art des "bargaining game") im Bezug auf Klimaschutz
Ein interessanter Beispiel der Anwendung der spieltheoretischen Analyse (eine Art des "bargaining game") im Bezug auf Klimaschutz
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